ASW Technik

Das Gebäude ist ein „Astrocontainer“, also ein umgebauter 6m Container mit Schiebedach. Der Container ist in zwei Räume aufgeteilt: Den heizbare Aufenthaltsraum mit Schreibtischen, Rechneranschlüssen, Zubehörschränken etc., und den Beobachtungsraum mit der Teleskopanlage.
Der Beobachtungsraum ist nicht isoliert, das Teleskop hat meistens schon fast Umgebungstemperatur. Der Beobachter kann sich in den Aufenthaltsraum zurückziehen und das Teleskop nur durch ein Fenster überwachen. Natürlich kann man auch so lange mit dem Feldstecher o.ä. beobachten oder alternativ  mitgebrachte Fernrohre aufstellen. Hierfür ist ein Stromanschluss (220 V) vorhanden.

Drei Geräte sind derzeit auf derAstro-Physics  GTO 3600 „El-Capitan“-Montierung angebracht:

  1. Ein 14″ Meade ACF zum visuellen Beobachten, zum Fotografieren von kleineren Deepsky-Objekten und für Aufnahmen von Mond und Planeten mit hoher Aufösung
  2. Ein 31.7cm f/4,28 Newton-Astrograf mit Wynne Korrektor (Spiegel vonRoyce, mechanische Ausführung von GerdNeumann)
  3. Ein 10cm f/9 Skywatcher ED-Refraktor. Mit dem ebenfalls vorhandenen Reducer-Korrektor ergibt sich mit einer DSLR eine Brennweite von 765mm.
  Ferner gibt es Schienen, an denen man eigene kleine und mittelgroße Teleskope oder Kameras parallel zum Hauptrohr anbringen kann.  Die Nachführgenauigkeit ist so gut, dass man Astrofotos mit  500-700mm Brennweite ohne Korrektur viele Minuten lang belichten kann. Autoguiding ist natürlich ebenfalls möglich.
Die El-Capitan-Montierung ist voll GOTO-fähig und über ihre Handbox leicht zu bedienen.

53 cm Dobson für die visuelle Beobachtung.

Das Ziel der Außensternwarte ist es, jedem Amateurastronomen im Raum Hamburg Beobachtungen mit einer exzellenten Geräteausstattung zu ermöglichen. In der ersten Phase hatten wir uns dabei auf den photographischen Einsatz konzentriert. Doch jetzt sind die visuellen Beobachter an der Reihe! Zusätzlich zu dem schon vorhandenen 10″ Dobson steht Ihnen seit April 2014 ein 53.3cm Dobson (f=2050mm; f/3.85) zur Verfügung. Rüdiger Heins hat das Gerät gebaut, und die Optik wurde Anfang 2014 von Peter Große fertiggestellt. Der Dobson kann nach einigen Umbauarbeiten im Container untergebracht werden. Unser Dobson steht auf Rollen und kann von einer Person vom Container an den Beobachtungsort transportiert werden. Die kurze Brennweite erlaubt eine Beobachtung ohne Leiter – je nach Körperlänge brauchen Sie auch im Zenit nur maximal einen Tritt. Danke, Rüdiger und Peter, für Euren unermüdlichen Einsatz. Dieses Gerät ist eine extrem sinnvolle Ergänzung zu unserem eher fotografisch genutzten Hauptinstrument im Container. Wobei? Ist nicht das größte Teleskop am Platze das Hauptgerät?